Als ich mich entschied, diese Webseite zu erstellen, hatte ich schon damit begonnen, meine Geschichte aufzuschreiben. Ich lerne sehr viel, wenn ich kreativ umsetze. In diesen Zeiten  gehe ich zurück in meine Vergangenheit. In die Geschichten und noch vorhanden Emotionen, und tauche ab. Wenn die Erinnerungen/Geschichten noch aktiv sind, kann ich sie fast wieder erleben. Manchmal benötigt es nur ein Wort, oder Musik, ein Gedanke oder eine Frage. Solange ich spüre, sei dies körperlich oder emotional, wartet noch eine Geschichte darauf, angeschaut, verstanden und frieden damit zu schliessen. Als ich dieses Projekt begann, sass ich einmal an meinem Keyboard und schrieb die ersten Zeilen. Zwischendurch holte ich mir Informationen über «Borderline-Mütter» und da passierte es: Ich fühlte, dass sich etwas in mir bewegt hatte, mein Herz begann stärker zu schlagen und eine Stimme in mir fragte verzweifelt und sehr traurig: «WAS habe ich nur getan?». Ich kannte diese Stimme, dieses Gefühl und ich weinte. Weinte nicht nur um mich, sondern mit meiner Mutter, vielleicht auch noch anderen aus meiner Ahnenlinie. Wie Du im Verlaufe des Lesens feststellen wirst, habe ich mich schon früh auf «Früherkennung» eingestellt. Emotionen die zu mir gehören haben eine andere Qualität oder Farbe. Emotionen, die nicht von mir stammen ebenfalls. Dasselbe gilt für starke Gedanken. Das war lange meine Schutzstrategie, für die ich heute auch oft dankbar bin, denn sie hilft mir bei der Arbeit mit meinen Klienten, die Ziele schneller zu erreichen. Aber das ist ein anderes Gebiet. Während meiner Jugendzeit mit meiner Mutter musste ich mich stark abgrenzen, trotzdem hatte sie immer einen Soft Spot in meinem Herzen. Oft verstand ich mich selbst nicht mehr und die Nebel begannen sich erst richtig zu lüften, als ich  mit fünfzehn Jahren ihre Nähe verliess. Dasselbe sollte sich noch einmal in meinem Leben zeigen, in der Beziehung mit meinem ehemaligen Borderline Partner.   Die Erkenntnis über was wir tun, kann schmerzhaft sein, aber wenn es schmerzt nehmen wir die Verletzung erst wahr und haben die Chance zu heilen. Es gehört zum Spiel des Lebens, dass nichts bleibt wie es war. Manchmal ist es ein tröstlicher Gedanke. Zu anderen Zeiten wünschen wir uns, die Zeit anhalten und die Momente unendlich ausdehnen zu können. Und auch das gehört dazu. 

Ich habe nachfolgende Texte so geschrieben, wie sie mir in den Sinn kamen. Verzeih, wenn ich manchmal Zeitsprünge mache, aber es hängt alles zusammen. Und die Geschichte kann beginnen. Es war einmal.....

Ich bin die Tochter

Ich bin die Tochter einer Borderline Mutter, ex Partnerin eines Borderliners. 

Meine eigenen Erfahrungen mit einer nicht diagnostizierten, durch ihr Verhalten jedoch unverkennbaren Borderline Mutter, nach DSM-5 und Alternativ Modell, sowie einem diagnostizierten Borderliner, lassen mich folgendes verstehen: Die Bedürftigkeit meiner Mutter, ihr zeitweise sehr verwirrendes Verhalten, manchmal humorvoll, sogar liebevoll, und dann wieder zerstörerisch dunkel, zog meine Väter an. Sie wollten sie "beschützen" waren von ihrer "Liebe" und vom Sex mit ihr fasziniert. Das anfängliche Dreiecksverhältnis meiner Ursprungsfamilie bot für mich die Grundlage zur Co Abhängigkeit. Ich nahm meine Väter als Vorlage, denn ich liebte meine Mutter - trotzdem.  Dasselbe Muster erkenne ich nun in meiner vergangenen Partnerschaft mit einem Borderliner. Siehe Partnerschaft Co-Abhängig und Borderliner.  Wenn ich meine Prägungen und die daraus resultierenden Schutzstrategien aus meiner Kindheit nicht erkenne, anerkenne und mit ihnen Frieden schliessen kann, werde ich immer wieder einen Partner, mit zumindest einigen dieser Grundprägungen meiner Kindheit, anziehen.

Nachdem ich mich wiederholt in einer toxischen Beziehung wiederfand, verstand ich mich und die Partner nicht mehr. Mir fehlte der eine Schlüssel, wie man so schön sagt. Meine Mutter eine Borderlinerin, meine Väter Co Abhängig. Alle vom Leben und durch ihre eigene Geschichte und Jugend geprägt. 

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